Das Kottbusser Tor soll ab sofort KI-unterstützt permanent videoüberwacht werden. Noch-Innensenatorin Spranger von der SPD möchte sich am Mittwoch selber „verewigen“ und lädt politische Freund*innen und Presse zum „feierlichen“ Beginn der KI-Überwachung ein.
Für uns gibt es daran nichts zu feiern.
Wir fordern: Keine KI-gestützte Video-Überwachung am Kotti! — Wir wehren uns gegen diesen technologischen Angriff auf unseren Alltag, auf unsere Lebensweise, auf die digitale Rasterung unserer Persönlichkeiten, unserer Freundeskreise und unserer Körper im öffentlichen Raum!





Presseschau:
„Vor 30 Jahren wurde der Kotti zum kriminalitätsbelasteten Ort erklärt. Seitdem kamen die Kotti-Wache, das Messerverbot, jetzt die KI-Überwachung. Nichts davon hat die Situation verbessert.“
Ünal von der Initiative Kotti & Co im Artikel der @tazgetroete zu den KI Kameras
https://taz.de/KI-Videoueberwachung-in-Kreuzberg/!6225655/
Auch der Tagesspiegel hat dazu geschrieben:
„Der Einsatz der Technik stößt in Teilen der Bevölkerung und im Abgeordnetenhaus auf Widerstand. Vor der Polizeiwache am Kotti demonstrierten am Mittwoch mehrere Dutzend Menschen gegen die Videoüberwachung. Möglich wurde sie mit einer Reform des sogenannten Polizeigesetzes durch die scheidende Koalition aus CDU und SPD. Dadurch hat die Berliner Polizei zur Bekämpfung und Verhinderung von Straftaten deutlich mehr Rechte bekommen – unter anderem für den Einsatz von KI bei Videoüberwachung. „
„In Hamburg zeigte eine von der Polizei veröffentlichte Auswertung, dass rund 99 Prozent der von der KI gemeldeten Situationen kein tatsächliches Problem darstellten. In Mannheim konnte die Polizei selbst nach acht Jahren Einsatz keinen einzigen Fall benennen, in dem die Verhaltensanalyse eine Straftat verhindert oder zu deren Aufklärung beigetragen hätte.“
Jule Meier im Artikel bei @ndaktuell@troet.cafe
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1203508.ueberwachung-ki-am-kotti-kamera-laeuft.html
Die Berliner Morgenpost hat Ihren Artikel hinter der Firewall geparkt, dafür gibt es ein kleines Video, in dem die Polizeipräsidentin Barbara Slowik den „Messbaren Nutzen“ des softwaregestützten Analysesystems erklärt.
Am Kottbusser Tor wurden die Kameras Ende September justiert, am 7. Oktober begannen die Tests, Anfang November startet der Probebetrieb rund um die Uhr. Fehlschläge wie in Hamburg soll es in Berlin nicht geben. Bei einem ähnlichen Projekt hatte die KI dort 1400-mal Alarm ausgelöst, in rund 99 Prozent der Fälle waren es Fehlalarme. Für Gegner der Überwachungsprojekte, die von „Verhaltensscannern“ sprechen, ist das ein weiteres Argument.
„Ich bin sehr überzeugt, dass wir keine 1400 Alarme haben werden“, sagte Projektleiter van Stegen.


